Mangelerscheinungen Cannabis
Quelle
1. Verwechslungsgefahr
2. Mangel an Primärnährstoffen: Stickstoff, Phosphor und Kalium
Stickstoff
Stickstoffmangel ist am leichtesten zu erkennen. Das Grasblatt ist viel leichter und von den Spitzen an gleichmäßig gelb. Es ist wichtig, dass sich das Blatt bei Stickstoffmangel leicht anfühlt. Fühlt sich das Blatt schwer an? Dann haben Sie zu viel Wasser gegeben. Hier wird das Blatt schwer und auch einheitlich von den Spitzen her gelb.
Symptome von Stickstoffmangel sind (chronologische Reihenfolge):
- Die unteren Blätter vergilben.
- Das Blatt verliert seinen Glanz.
- Das Blatt wird zuerst an den Enden gelb, dann zieht dies langsam zum Herz des Blattes.
- Die Blätter verlieren die grüne Farbe und verdrehen sich.
- Die Blätter beginnen abzufallen.
- Die Cannabispflanzen bleiben kleiner und haben kleinere Blätter.
- Die Cannabispflanze blüht zu früh und hat einen geringen Ertrag.
Phosphor
Die Erkennung eines Phosphormangels ist im Vergleich zu einem Stickstoffmangel etwas schwieriger. Dies liegt daran, dass einige Symptome denen anderer Mängel oder Überschüsse ähneln. Doch eine Besonderheit sticht hervor: In einem frühen Stadium werden die Grasblätter blaugrün.
Symptome von Phosphormangel sind (chronologische Reihenfolge):
- Die Blattstiele färben sich violett.
- Die Wachstumsrate der Cannabispflanze nimmt ab.
- Das bekannte Blattproblem: dunkle Flecken (von violett bis schwarz) an den Enden der untersten Grasblätter.
- Cannabisblätter mit ernsthaftem Mangel werden dunkellila, verdrehen sich, rollen sich zusammen und fallen schließlich von der Cannabispflanze ab.
- Die Cannabispflanze ist ernsthaft geschwächt und daher anfällig für Krankheiten und Ungeziefer.
pH-Wert zu hoch
Ist der pH-Wert zu hoch, wird die Aufnahme von Phosphor gehemmt. Spätestens ab einem pH-Wert von 7,0 wird die Phosphoraufnahme komplett blockiert. Gleichzeitig können andere Nährstoffe nicht aufgenommen werden, die Voraussetzung für die Verarbeitung von Phosphor sein könnten.
Kalium
Hat Ihre Cannabispflanze rostige oder gebrannte Ränder und gelbe bis orangefarbene Blätter voller dunkler Flecken? Dies ist eindeutig Kaliummangel. Ein weiteres auffälliges Merkmal bei Kaliummangel ist, dass die Cannabispflanze seltsam wächst: Die Cannabispflanze hat Verzweigungen an Stellen, wo sie nicht hingehören. Es sieht wie eine genetische Anomalie aus.
Symptome von Kaliummangel sind (chronologische Reihenfolge):
- Ältere Blätter werden blass.
- Die Spitzen der Blätter werden rostfarben und wirken verbrannt.
- Der Stängel der Cannabispflanze wird schwach, abgemagert und brüchig.
- Die Anzahl der Zweige kann sich erhöhen.
- Die Blüte nimmt ab und die Cannabispflanze wirkt deformiert.
3. Mangel an Sekundärelementen: Calcium, Magnesium und Schwefel
Die sekundären Nährstoffe sind wichtig für die allgemeine Gesundheit der Pflanze. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie nicht zu viel von diesen Nährstoffen hinzugeben, da sonst die Aufnahme anderer Substanzen blockiert wird.
Calcium
Calciummangel ist so zu erkennen:
- Die unteren Blätter verdrehen und biegen sich.
- Eine kleine Cannabispflanze mit einem geringeren wird Ertrag produziert.
- Die Entwicklung der Blüten beginnt langsam.
- Gelbbraune, unregelmäßige Flecken auf den Blättern und Kerben.
- Die Wurzeln können an den Enden absterben.
Magnesium
Bekommt Ihre Cannabispflanze kein Magnesium? Dann treten die Blattprobleme der Cannabispflanze erst nach vier bis sechs Wochen auf. Vor dieser Zeit kann man von außen nicht sehen, dass die Cannabispflanze dringend Magnesium braucht. Die Symptome:
- Das Blatt ist zwischen den Blattadern vergilbt.
- Die älteren Blätter haben rostige braune Flecken (besonders) an den Enden.
- Die Cannabispflanze vermittelt einen insgesamt kränklichen Eindruck.
- Ältere Blätter trocknen aus und fallen schließlich ab.
Ein Überschuss an Magnesium ist auch ein gut erkennbares Blattproblem einer Cannabispflanze. Die Symptome:
- Die Blätter werden dunkelgrün.
- Die Cannabispflanze bleibt kurz, da die Aufnahme anderer Nährstoffe blockiert ist.
Schwefel
Die Blattprobleme von Schwefelmangel sind ebenfalls klar unterscheidbar.
Die Symptome:
- Junge Blätter bleiben klein und werden hellgrün bis gelb.
- Nach einiger Zeit werden die Blattadern ebenfalls gelb und trocknen schließlich aus.
- Die Spitzen der Blätter verbrennen, werden dunkel und biegen sich nach unten.
- Der Stamm wird hart und hölzern mit violetten Streifen, besonders wenn es insgesamt an Nahrung mangelt.
- Die Blütenknospen beginnen langsam und sind schwach, daher ist der Ertrag der Cannabispflanze minimal,
3. Mangel an Spurenelementen: Eisen und Zink
Eisen
Wenn ihre Cannabispflanze Eisen benötigt, werden die Blätter vom Herzen her gelb. Sie sehen es vor allem an der Farbe zwischen den Blattadern.
Die Symptome (chronologische Reihenfolge):
- Vom Herzen beginnt mit jungen Blättern eine Gelbfärbung.
- Größere Blätter werden später auch gelb.
- Blätter entwickeln schwarze, tote Flecken und fallen schließlich ab.
- Das Wachstum der Cannabispflanze nimmt ab und der Ertrag sinkt
Zink
Zu viel Zink ist eher ungewöhnlich. Blattprobleme der Cannabispflanze aufgrund Zinkmangels dagegen nicht. Vergilbte Blätter mit verbrannten Spitzen sind eine sichtbare Folge. Die Symptome:
- Im Falle eines Zinkmangels werden junge Blätter gelb, dünn und werden wund.
- Junge Blätter sind faltig.
- Der Stamm am Ende hat Schwierigkeiten, länger zu werden, so bleibt der Auswuchs oft an einem Ort.
- Die Enden der Blätter entfärben sich und verbrennen.
- Der Abstand zwischen den Zweigen nimmt ab. Die Cannabispflanze bleibt klein und es gibt praktisch keinen Ertrag, weil die Blüten nicht viel größer als eine kleine Knospe wachsen.